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Ein Millenial über Digital Learning: Was wir wollen!

Gepostet von Brett Smith am 04.11.2016 02:24:30

Die Geschichte ist so alt wie die Menschheit selbst – aus Kindern werden Leute und dann ganz plötzlich (obwohl schon längst befürchtet) regiert Sie – The Next Generation.

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Millenials heißen die zukünftigen Entscheider des 21. Jahrhunderts, und sie kommen noch lauter und selbstbewusster daher als ihre Vorgänger.Meine Kollegin Silke Simons hatte sich in Ihrem Blog bereits dieser „Spezies“ angenommen und hinterfragt, wie wir nun die Zukunft der Aus- und Weiterbildung beeinflussen.

Ja, ich sage „wir“. Gemäß gängiger Definition gehöre ich dieser Gruppierung an. Neben meinem Dasein als Millenial bin ich außerdem Instructional Designer, wissbegieriger Lerner, gelegentliche Seminarteilnehmerin, ehemalige Studentin und musste auch schon den ein oder anderen Compliance-Kurs über mich ergehen lassen.

Mit diesem Blickwinkel als E-Learning Hybrid, beantworte ich heute die Frage: Was wollen DIE eigentlich, diese „Digital Natives“, was macht ein E-Learning „lernenswert“?

Der Millenial an sich scheint ein ambitioniertes Geschöpf zu sein. In einer von Deloitte durchgeführten Umfrage wurde die Möglichkeit für Karriereentwicklungen als oberste Priorität (nach dem Gehalt) bei der Jobwahl angegeben, und das über alle Märkte hinweg.

Darüber hinaus sind wir lern- und wissbegierig. Der Kampf gegen mangelnde Motivation muss hier also nicht angetreten werden. Geht es um Digital Environments sind Millenials hochgradig qualitätsorientiert.

3 Dinge sind Millenials beim Thema Digital Learning besonders wichtig:

Selbsterklärende Inhalte sind Trumpf. Sicherlich - lernen und vor allem schlauer werden wollen wir alle. Aber bitte nicht „büffeln“, getreu dem Motto: „work smarter not harder“. Idealerweise können eine Infografik und drei Stichpunkte die wesentlichen Kernaussagen vermitteln, aufgeblähte Erklärungen dürfen dabei gern weggelassen werden.
Es muss nicht immer „Gamification“ oder „kollaboratives Lernen“ sein. Solange das Thema die Methode rechtfertigt, ist ein traditionelles E-Learning-Modul absolut willkommen. Viel wichtiger ist es, die Dichte der zu vermittelnden Lerninhalte in einem konstanten Gleichgewicht aus „Lern- und Spielphasen“ zu gestalten.

Minimalismus ist angesagt. Dies gilt für Inhalte und Design gleichermaßen. Schlichte Strukturen lieben nicht nur die Skandinavier, sondern auch das Auge junger Lerner. Insbesondere Flat Design, abstrakte und kubistische Charaktere kommen gut an. Klare Linien. Aber auch poppige Farben und Formen – gern mit einer Portion Selbstironie. Ganz oben auf dem Wunschzettel steht in jedem Fall eine intuitive Benutzeroberfläche. Der Lerner als Digital Native setzt eine selbsterklärende Navigation voraus. Eine Lösung sollte also keine Fragen zu grundlegenden Funktionaltäten aufkommen lassen. Abhängig von den Inhalten sind teilweise auch komplexere E-Learning Strukturen notwendig; mit einem sinnvollen Design- und Konzeptplan wird das den Lernenden jedoch überhaupt nicht auffallen oder gar stören.

Mobilität ist ein Segen und ein Fluch. Für uns Millenials mehr das Erstere. Ein Lernprogramm muss nicht zwangsläufig vollständig in ein mobiles Format gebracht werden. Der Vorteil einer mobilen Lösung ist nur real, wenn sie auch zur Lernsituation passt. Je nach behandelter Thematik kann eine Desktop-Lösung sogar sinnvoller sein. Eine mobile Ergänzung ist jedoch absolut erstrebenswert, besonders als Lernbegleiter in Warteschlangen oder für die tägliche S-Bahn-Fahrt. Darüber hinaus bietet die mobile Lösung einen großen Freiraum beim „Spielfaktor“. Was bei Desktop-Lösungen sehr schnell zu albern wirkt, liegt dem Smartphone bereits technologisch in der DNA. Durch konstantes Tippen, Wischen und Ziehen ist „Gamification“ fast schon die zweite Natur des Gerätes. Im Design und in der Konzeption eröffnen sich dadurch unbeschränkte Möglichkeiten für die Gestaltung von E-Learning-Lösungen. Zudem erhöht sich die Chance den Kampf gegen die Vergessenskurve erfolgreich zu beenden.

Im Grunde genommen sind wir Millenials also ganz anspruchslos, aber eben auf höchstem Niveau.

Ob nun Generation X, Y oder Z (coming soon) bei Fragen rund um das Thema Learning Experience Design, können wir Ihnen gern weiterhelfen.

Themen: Millennials, Learning Reinforcement, Trends, Mobile Learning