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Ping Pong und die Kunst Fähigkeiten zu vermitteln

Gepostet von Dave Coodin am 05.09.2016 11:12:47

Hier bei SwissVBS sind wir stolz auf viele Dinge: Unser talentiertes Team von Designern, Autoren und Programmierern; unser Engagement für kundenorientiertes Lernen; unsere obsessive Liebe zum Detail.

Aber würden Sie unsere Mitarbeiter fragen, auf welche Leistung sie besonders stolz sind, wäre eine Antwort wahrscheinlich immer wieder: "Mein Tischtennis Spiel." Ja, Sie haben richtig gehört. Kommen Sie um 10:30 Uhr, mittags oder um 15:00 Uhr in unsere Büros (wir haben diese Zeiten mit lärmempfindlichen Nachbarn ausgehandelt) und Sie werden immer das vertraute Trippeln des Ping-Pong Balls hören, unterbrochen von gelegentlichem Jubeln.Als ich vor etwas mehr als einem Jahr bei SwissVBS angefangen habe, war ich gut darin, den Ball so stark wie möglich zu schlagen. Ich konnte meinem Gegner dabei zusehen, wie er sich freute, als der Ball dabei entweder direkt ins Netz segelte, oder aber (bei einem Schuss, den ich für großartig hielt) etwa einen Meter über das Ende des Tisches hinausflog. Hin und wieder würde der Ball 15 Meter durch die Luft fliegen und in einem solchen Schwung direkt auf der generischen Seite landen, der meinem Gegner erlauben würde, ihn – durch gut platziertes Schmettern - direkt gegen meine Luftröhre zu schlagen. Es war eine großartige Möglichkeit, Freunde zu finden.

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Bei SwissVBS nehmen wir unseren Tischtennis-Spaß sehr ernst.

Aber in den folgenden Monaten habe ich einige Techniken entwickelt, die mein Spiel langsam verbesserten: niedrige Schläge, die gerade so den oberen Teil des Netzes berühren würden, Angaben mit Rückwärtsdrall, die nur defensiv zurückgeschlagen werden konnten, und einen Rückhand-Schlag stark genug, um einige überraschend unprofessionelle Gefühlsausbrüche zu provozieren.

Wie war ich vom freischwingenden Höhlenmenschen zu Federer-in-Training jemandem geworden, der am Ping-Pong Tisch zumindest mithalten kann?

Ganz einfach: Ich übte, immer und immer und immer wieder. Ich spielte gegen zunehmend erfahrenere Gegner und wiederholte die gleichen Schläge, bis sie mir in Fleisch und Blut übergingen. Dann probierte ich schwierigere Schläge und tat wieder das Gleiche.

Für diejenigen von uns, die E-Learning Kurse entwerfen, ist das eine wichtige Lektion. Unser Medium eignet sich hervorragend für den Wissenserwerb. Wir wissen, wie wir Konzepte interessant und interaktiv gestalten, wie wir Lernenden helfen können, diese Konzepte in realistischen Situationen anzuwenden, und wie Wissen mit Nachlern-Möglichkeiten verstärkt werden kann.

Aber wie gestaltet man eine E-Learning Erfahrung, die Fähigkeiten vermitteln soll, wie zu verkaufen oder zu verhandeln? Wenn es um das Erlernen einer Fertigkeit geht, kann die Theorie dahinter Sie nur bis zu einem bestimmten Punkt bringen. Um z.B. wirklich ein erstklassiger Vermittler zu werden, brauchen Sie tiefgreifende und ausführliche Übung.

Also, wie können wir sinnvolle Übungen in E-Learning Design integrieren?

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Rollenspiel Szenarios, wie verzweigende Gespräche, sind eine wichtige Art Lerndenden zu helfen ihre Fähigkeiten in simulierter Umgebung zu üben. 

Für mich ist es durch Rollenspiel. Den Lernenden in eine Situation zu bringen, wo sie ihre Fähigkeiten nutzen müssen, ermöglicht realistische Übung. Ich versuche immer, diesen Situationen so viel emotionale Resonanz wie möglich zu geben. Das bedeutet nachvollziehbare Charaktere und Situationen, sowie Rich-Media, nicht nur um eine reale Erfahrung zu imitieren, sondern um sie zu verbessern. Ich habe sich verzweigende Gespräche entworfen, die dem Lernenden ermöglichen, den Charakter einer Person einzunehmen und Entscheidungen in einem Gespräch zu treffen, die unmittelbare Folgen haben.

Apropos Folgen, ein Teil der nachhaltigen Übungen bietet sowohl kurz- als auch langfristige Belohnungen. Sobald ich im Tischtennis einen neuen Schlag perfektioniert habe, erhalte ich einen Punkt als unmittelbare Belohnung. Aber wenn ich genug gute Schläge mache, bekomme ich auch die langfristige Belohnung, das Spiel zu gewinnen. Genauso sollte es in Rollenspiel-Gesprächen sein. Da ist das unmittelbare Ziel, eine bestimmte Fähigkeit zu meistern - wenn Sie es nicht sofort schaffen, üben Sie, bis Sie Erfolg haben. Außerdem gibt es die langfristige Belohnung, diese Fähigkeiten zusammenzusetzen, das Gespräch erfolgreich abzuschließen und "das Spiel zu gewinnen“.

Abschließend, muss da auch Variation sein. Wenn ich meinen Vorhand-Schlag Tag für Tag üben würde, könnte ich ihn meistern. Ich würde es aber auch hassen, Tischtennis zu spielen. In einem E-Learning müssen die Lernenden üben, sie sollen sich jedoch auch nicht langweilen.

Das bedeutet, die Art der Übungen, die sie durchlaufen, zu ändern. Wenn jemand eine Fertigkeit ein paar Mal wiederholt und sie immer noch nicht gelernt hat, macht es keinen Sinn, ihn zu zwingen, das Gleiche weiter zu machen. Stattdessen versuche ich, die Erfahrung so zu strukturieren, dass die Lernenden den gleichen Fähigkeiten zu verschiedenen Zeiten begegnen, aber durch verschiedene Arten von Herausforderungen.

Zusammenfassend beinhaltet das Training von Fähigkeiten drei Elemente:

  1. Realistisches Rollenspiel mit emotionaler Resonanz
  2. Kurz- und langfristige Erfolge und Belohnungen
  3. Variation in den Herausforderungen, mit denen die Lernenden konfrontiert werden

Versuchen Sie, diese Elemente zu integrieren, wenn Sie einen Kurs designen, der Fähigkeiten vermitteln soll. Und vergessen Sie nicht, sich Pausen für Tischtennis zu nehmen, wann immer Sie können.

Einige Beispiele wie wir Fähigkeiten vermitteln

 

Themen: SwissVBS, Storytelling, Learning Journey, Online Coaching, Skills