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Weniger ist Mehr: Kognitive Belastung und Lernen

Gepostet von Dave Coodin am 25.11.2016 15:41:13

Wie viele Telefonnummern haben Sie im Gedächtnis? Fünf? Sechs? Wenn Sie die Telefonnummern der Verwandten mitzählen, die Sie als Kind auswendig gelernt haben, dann vielleicht so um die 10?

Das macht mich schon ein wenig traurig. Ich erinnere mich noch an eine Zeit, als ich die Telefonnummern meiner Freunde und der Familie aus dem Stegreif wusste. Sich ohne zu zögern an diese siebenstellige Zahlenkombination zu erinnern, war auch eine Frage der Ehre und ich bezweifle, dass meine iPhone diese empfindet, wenn es roboterartig eine Nachricht an einen meiner favorisierten Kontakte versendet. 

Aber nun Gefühle beiseite, es gibt auch viele Vorteile durch die Nutzung solcher Technologien. Mein Gehirn mit Telefonnummern vollzustopfen hat zwar Spaß gemacht aber warum sollte ich Gehirnkapazität für etwas verwenden, das schneller und akkurater mit einem Griff in die Hosentasche erledigt werden kann? Plato befürchtete vielleicht, dass das Aufschreiben von Wissen uns vergesslich werden lässt, aber er folgte auch keinen 600 Geburtstagen von Facebook Freunden.

Darüber hinaus wissen wir, dass das Outsourcing von Wissen unsere Fähigkeit zum Lernen tatsächlich erhöhen kann.

Im Instructional Design, gibt es das Konzept "kognitive Belastung". Dieses bezieht sich auf die Höhe der geistigen Anstrengung, die das Arbeitsgedächtnis benötigt, wenn man etwas Neues lernt. Eine kognitive Belastung, die zu schwer ist, kann das Lernen mühsam und stressig machen. Wenn Sie versuchen ein schwieriges Konzept zu verstehen, ist das Letzte was Sie brauchen mit Informationen bombardiert zu werden – besonders dann nicht wenn diese Informationen auch zu jedem anderen Zeitpunkt abgerufen werden können.

Gutes Design versucht, die Belastung der Lernenden zu reduzieren. Wie E-Learning-Autor Clark Quinn sagt, geht es darum, die Leistung mit so wenig wie möglich zu lenken und nicht mit so viel wie möglich.

Wie können wir nun die kognitive Belastung reduzieren und gleichzeitig die Lernerfahrung verbessern?

Zunächst einmal bedeutet schlankes Design, die Belastung so zu verteilen, dass der Moment des Lernens nicht zur Überforderung führt. Visualisierungen helfen dem Lerner beispielweise Informationen zu verarbeiten und stellen gelichzeitig eine andere Möglichkeit dar wie Informationen später aus dem Gedächtnis abgerufen werden. Das gleiche gilt für lange Texte, die, in kleineren Einheiten präsentiert, besser zu verarbeiten sind. Es geht darum, das Gehirn durch eine möglichst mühelose Bereitstellung der Informationen zu aktivieren.

Darüber hinaus können wir die kognitive Belastung reduzieren, indem wir Informationsquellen über die gesamte Lernerfahrung hinweg bereitstellen.

Anstatt den Lernenden eine Liste von Informationen zu geben, ist es einfacher eine interaktive Übung zu erstellen, in der die Lernenden diese Informationen selektiv in einer Tabelle platzieren. Diese Tabelle wird dann zu einem Nachschlagewerk, das die Lernenden mitnehmen und gezielt bei ihrer Arbeit einsetzen. Wenn diese Konzepte und Lernhilfen visuell intuitiv gestaltet sind, reduzieren sie den Stress im Lernmoment; sie fördern jedoch auch den eigentlichen Performance-Moment durch das Outsourcing langer Listen zu Fakten oder Informationen und ermöglichen es dem Gehirn sich auf andere wichtige Aufgaben zu konzentrieren.     

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Programme so zu entwerfen, dass Lernende eigene Ressourcen produzieren, kann dabei helfen, 
kognitive Belastung zu reduzieren und Lernunterstützung zu bieten.

Und wenn wir gerade vom Performance-Moment sprechen; Wissen kann strategisch so platziert werden, dass die Nutzer es dort erhalten wo sie es am meisten brauchen.

Als Sales Mitarbeiter müssen Sie nicht mehr alle Details zu Ihrer Produktlinie im Kopf haben. Stattdessen können Sie Ihre gesamte Aufmerksamkeit dem Kunden und seinen Bedürfnissen widmen, wenn diese Informationen auf einem Point-of-Sale-Tool wie SwissVBS SET zur Verfügung stehen. So sind Informationen immer noch für den sofortigen Abruf vorhanden; der Abruf erfolgt jedoch über Ihr Smartphone oder Tablet, anstatt aus Ihrem Gedächtnis.

Sollten Ihnen immer noch alte Telefonnummern im Kopf herumschweben, versuchen Sie nun auf keinen Fall diese zu vergessen. Machen Sie sich nur bewusst dass je mehr Sie das Digitale annehmen, desto weniger müssen Sie sich auf Ihr Gedächtnis verlassen, um diese Ziffern nicht zu verlieren.

Bei SwissVBS fördern wir Lösungen, die das Lernen stressfrei gestalten und die Leistungsfähigkeit steigern. Um Beispiele unserer Kultmarke in digitalem Storytelling, Micro-Learning und authentischer Interaktivität zu sehen, klicken Sie unten.

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Themen: SwissVBS, Performance Support, Storytelling, Skills, Mobile Learning